Nshima für den Kreativitäts-Akku

Was darf bei einem guten Projekt nicht fehlen? Richtig: Verpflegung für Herz und Hirn! Damit die jungen Künstlerinnen und Künstler genug Energie für den Tag haben und ihren Kreativitäts-Akku aufladen können, versorgen Maggy und ihre Crew der Power-Cooking-Mamas die Projektgruppe mit dem besten, was man in der sambischen Küche finden kann: Nshima!

Wie es dazu kam? Nach langem Hin und Her wie wir am besten eine gute und nahrhaltige Verpflegung für die Projektgruppe gewährleisten können, bekam ich von Nina, die ich vergangenen Januar beim Afrikatag in Köln kennenlernen durfte und die selber schon einmal ein Jahr in Sambia gearbeitet hat, einen guten Tipp. „Fragt doch engagierte Frauen Livingstones, ob sie nicht Lust hätten, gegen einen Lohn ihre Kochkünste zur Verfügung zu stellen!“ Ja, dachte ich, das klingt erst einmal gut! Aber für über 40 Leute? Und ohne Küche und Märkte im Umfeld? „Klar, die brauchen nur einen großen Topf und eine Feuerstelle in der Natur!“

Etwas Unkompliziertes kam mir in der Projektplanung jetzt auch einfach mal gelegen. Ich fragte Maggy, die ich im März in Livingstone kennenlernen durfte, ob sie mir bei der Suche nach den sog. „Cooking-Mamas“, wie man sie hier liebevoll nennt, helfen könnte. „I can do that!“ „Really?“ „Yeah, that’s not a problem at all. I’ll ask my friends.“ Nach drei SMS hatten wir also unsere super Cooking-Mamas zusammen.

Vergangenen Freitag trafen sich das The Smile Project Team und die Mamas das erste Mal, beschlossen einen Verpfelgungs-Masterplan und gingen zusammen einkaufen. Was es fortan im Projekt geben wird: Nshima natürlich und zwar jeden Tag! Klingt es für den europäischen Geschmack vielleicht auf den ersten Blick etwas weniger abwechslungsreich, ist es hier in Sambia der totale Hit:

Nshima ist das Nationalgericht Sambias. Die meisten Bewohner Sambias essen dies tatsächlich bis zu zwei Mal jeden Tag. Es ist im Vergleich zu anderen Nahrungsmitteln relativ preisgünstig und dennoch abwechlsungsreich und gesund. Nshima besteht hauptsächlich aus Maismehl, was nach dem Aufkochen zu einer Art (achtung Umgangssprache) Maismatscheknödel geformt wird. Serviert wird dazu eine Auswahl an gekochtem Gemüse und/oder Fleisch. Chicken ist vor allem bei den Kindern besonders beliebt. Nshima wird mit den Händen gegessen. Nachdem man sich zuvor gründlich am Wasserhahn, der aus der Erde inmitten des Schulgelände ragt, die Hände gewaschen hat, formt man mit den Händen kleine Kugeln aus dem Nshima und greift dazu etwas Gemüse oder Fleisch ab. Den gesamten Ballen steckt man sich dann in den Mund. Zugegeben bei den Einheimischen sieht dies natürlich gekonnter aus, als bei uns Europäern. Bei unseren ersten Versuchen wurden wir von den Kindern nicht zu knapp ausgelacht. Zurecht.

„Whats else do you like to eat?“ frage ich Ruth (10), als ich mir von ihr in der Mittagspause Tricks zeigen lasse, wie ich die Maisballen etwas galanter mit den Fingern formen kann. „Just Nshima! Everyday!“ Ihre Nachbarin Blessing (12) stimmt nickend mit vollem Mund zu. Das Phänomen rund um Nshima scheint sich zu bestätigen und ich freue mich total zu merken, dass manchmal der einfache unkomplizierte Weg, genauso gut, wenn nicht so gar noch leckerer schmeckt. Danke an Maggy und die Crew, sie machen es wirklich zum Geschmacks-Knaller!

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